30.03.2012 Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes

Kreisverbandsvorsitzende Luise Keller (rechts) mit Barbara Krasemann (links) vor dem geschmückten Podium
Kreisverbandsvorsitzende Luise Keller (rechts) mit Barbara Krasemann (links) vor dem geschmückten Podium

Im frühlingshaft geschmückten, voll besetzten Markgrafensaal saßen viele geladene Gäste an den Ehrentischen, als die Vorsitzende des Kreisverbandes für Obst- und Gartenbau Hersbruck, Luise Keller, die Jahreshaupt-versammlung des Kreisverbandes eröffnete. Nicht nur der stellvertretende Landrat Hans-Joachim Dobbert, Altbürgermeister Werner Oberleiter und BBV-Obmann Günther Felßner mit ihren Gattinnen waren gekommen, um die Ausführungen der Vorsitzenden zu verfolgen; auch Bürgermeister Jörg Fritsch, Wolfgang Lahm vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie Pfarrer Roland Klein hatten sich den Abend für den mit rund 1500 Mitgliedern in 11 Obst- und Gartenbauvereinen organisierten Kreisverband freigehalten. Dass die Referentin für den Vortrag des Abends zudem Barbara Krasemann war, vielen bekannt aus der vierzehntägigen Sendung „Querbeet“ im Bayerischen Fernsehen, war ein zusätzliches I-Tüpfelchen, daneben die perfekt zum Frühling passenden musikalischen Beiträge der Hohenstädter Saitenmusik unter Cornelia Renner.

Luise Keller gab nach der Begrüßung der Anwesenden zuerst ihren Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Verbandsjahr und streifte dabei auch kurz die letztjährige Sitzung, welche in der Sängerhalle Hartmannshof stattgefunden hatte. Einer der Höhepunkte sei 2011 die zweitägige Lehrfahrt in die Wachau mit mehreren Bussen und der Blaskapelle Rothenberg gewesen, die neben einer Donauschifffahrt auch Besuche der Stifte Melk und Göttweig und einen Besuch des Pflanzenlands Praskac beinhaltete. Die Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Helga Manderscheid, sprach anschließend zu den Aktivitäten ihres Vereins und zur 700-Jahr-Feier von Pommelsbrunn.

Die Grüße von Landrat Armin Kroder überbrachte Dobbert, der betonte, dass der eigene Garten eine Erholungsoase mit viel Freizeitwert sei. Gesunde Lebensmittel aus eigener Produktion seien ein zusätzliches Plus. Dobbert überreichte einen Scheck und sprach dem Engagement des Kreisverbandes seine besondere Anerkennung aus. Auch Bürgermeister Jörg Fritsch, der ebenfalls einen Scheck überreichte, „juckt es schon wieder in den Fingern“ angesichts des nahenden Frühjahrs. Die Bemühungen der Obst- und Gartenbauvereine trügen dazu bei, unsere Ortschaften schöner und liebenswerter zu machen, so sein Resümee, was sein Nachredner, Günther Felßner, nur bekräftigen konnte. Der BBV-Obmann lobte den „toll geschmückten Saal und die schöne Musik“ und kam über Informationen zum Landfrauentag ebenfalls auf den Eigenanbau als ein “Stück Heimat“ zu sprechen. Pfarrer Roland Klein sprach zum Schluss über den „ureigenen Auftrag der Kirche, die Schöpfung zu bewahren“. Man solle sie nutzen, aber nicht ausnutzen. Dass die Städter gerne in unsere Gegend kämen, sei auch das Verdienst der OGVs. Klein hatte kein Kuvert dabei, dafür aber „flüssige Mitbringsel“ aus dem Pfarrgarten und aus „Pfarrers Handarbeit“.

Als Barbara Krasemann ans Mikrofon trat, war die Spannung im Saal deutlich zu spüren. Aus den hochinteressanten Ausführungen der Fachfrau über „Von der Blüte bis zur Frucht“ war zu entnehmen, dass sie nahezu alles verarbeitet, von der Kornelkirsche über Weißdorn bis zum „Zibberle“ oder der Indianerbanane. Bei Krasemann werden Nüsse glasiert, Apfelblüten im Gelee versenkt und Berberis-Blätter zum Tee gegeben. Die Zuhörer bedankten sich mit viel Applaus für einen außergewöhnlichen Vortrag, während Helga Manderscheid sowie Bürgermeister und OGV-Vorsitzender Peter Stief aus Kirchensittenbach zum Schluss Blumen an eine außergewöhnliche Frau überreichten: an Luise Keller, die schon seit über 20 Jahren den großen Kreisverband souverän leitet.

Kreisverbandsitzung am 09.03.2013

Jahresversammlung Kreisverband für Obst- und Gartenbau Hersbruck e.V.Jahresversammlung Kreisverband für Obst- und Gartenbau Hersbruck e.V.

 

Hartenstein (fm) Freundliche Dörfer und Orte mit viel Blumen und schönen Gärten sind eine gute Visitenkarte für unseren Landstrich. Wesentlich dazu tragen die Gartenbauvereine mit ihren Mitgliedern bei. Deren Kreisverband legte bei der Jahresversammlung Berichte und Rechenschaft vor. Dazu kamen die Neuwahlen der Vorstandschaft, die sich nur in wenigen Positionen veränderte.

 

Die Kreisvorsitzende Luise Keller hatte die Vereine aus dem Altlandkreis Hersbruck in den Gasthof „Burgblick“ eingeladen und hieß deren Vertreter willkommen. Ihr Tätigkeitsbericht wies auf die Zweitagesfahrt nach Venlo/Niederlande mit dem beeindruckenden Besuch der Weltgarten-Espo „Floriade“ hin. Weiter fuhr man zur Landesgartenschau in Bamberg. Beim „Tag der Regionen“ in Happurg war der Obsttrockner im Einsatz. Den modernen Medien hat man sich mit einer Internetseite angepasst und kann hier über die Vorteile von selbstgebautem Obst und Gemüse informieren. Ein reines Vergnügen war auch die Fahrt nach Kehlheim und Abensberg mit dem Hundertwasserturm.

 

Die interne Kreisversammlung hatte im Vorfeld die Wahl der Vorstandschaft zu bewältigen. Die Vorsitzende ließ sich zum Weitermachen überreden, während ihre Stellvertreterin Erika Thäter nicht mehr antrat. Dafür wurde Gudrun Schönhöfer gewonnen. Schatzmeister bleibt Gerhard Müller, Schriftführerin Ulla Schönegger. Als Beisitzer in der erweiterten Vorstandschaft fungieren Waltraud Treutlein, Peter Stief, Hans Pesel, Nadine von Haßl-Geiger, Reinhard Eggerichs und Sonja Prütting. Die Kasse wird wie bisher von Gerold Wahl und Hans Quenzler geprüft. Beim Abschied von Erika Thäter lobte Luise Keller die schöne Zeit und gute Zusammenarbeit und versüßte ihn mit einem Gutschein sowie der Gartenfigur aus dem Verbandslogo. Bei der Gelegenheit stellte sich die neue 2. Vorsitzende gleich vor und versprach gute Mitarbeit.

 

Die Vorsitzende Waltraud Treutlein stellte den gastsgebenden Verein mit seinen Aktivitäten vor. Erfreulich ist die spielerische Heranführung der Kinder an die Aufgaben als Garanten für die Zukunft. Alle Gäste waren sich mit Luise Keller einig, dass der Saalschmuck mit Grün und Blüten ein besonderes Lob verdiente. Stellvertretendem Landrat Norbert Reh gefiel der Zusammenhalt der Kreisvereine, die Kleingartenanlage in Hersbruck als Ort zum Abschalten und Erholen und die Obstdarre als eine gute Verwendungsmöglichkeit. Die Einstellung, dass regionale Produkte immer mehr Gewicht bekommen, wird durch die Vereine gefördert. Sein Dank galt dem guten Wirken im Landkreis. Hartensteins Bürgermeister Werner Wolter will seinen Ortsverein nicht mehr missen; die Kommune wurde selbst bei der Flurneuordnung mit der Grünplanung und Baumpflanzungen aktiv. Die Pflege öffentlicher Plätze ist beim eigenen OGV gut aufgehoben. Leitender Landwirtschaftsdirektor Werner Wolf hielt sich an ein Lied der Liedertafel „Sei immer frohgemut“ für die freundliche Gestaltung der Versammlung. Sein Amt ist nach wie vor immer bereit, sich für die Belange der Gartenbauvereine einzusetzen und zu beraten und helfen, wo immer es möglich ist. Für die Tatkraft aller Kreisvereine dankte er mit einem passenden Goethe-Ausspruch.

 

Zu Anfang und in den Pausen hatten die Hartensteiner Musikanten unter Leitung von Franz Steger und die Liedertafel mit Dirigentin Cornelia Reimer eine wohltönende Stimmung in die Versammlung gebracht.Diese leitete dann über in den aufschlussreichen Vortrag des BBV-Präsidenten von Mittelfranken Günther Felßner zum Thema „Wo liegt die Zukunft unserer heimischen Landwirtschaft?“ Dazu machte er eine Reise in die Politik der vergangenen 60 Jahre und zog daraus die Folgerungen für die Zukunft. Die rasante Entwicklung der Technik und der Strukturpolitik der EU hat zum großen Umbruch der Landwirtschaft mit den Verlusten der kleinbäuerlichen Betriebe geführt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung ist zwar gesichert, aber nur durch die Globalisierung mit Einfuhren aus anderen Ländern. Besonders ging er auf die allseits propagierte „Nachhaltigkeit“ der Nahrungsmittel- und Energieversorgung ein. Das früher geübte und mögliche System des Ausgleichs zwischen Nehmen und Geben der Natur hat sich durch das Ausbeuten der Energievorräte mit den Ölfunden wesentlich verschlechtert. Die Nachteile wie der hohe CO²-Ausstoß sind bekannt. Auch die Explosion der Weltbevölkerung verlangt ein Umdenken, denn deren Ernährung stellt vor große Probleme. Die Politik muss daher die Produktion zur Eigenversorgung des Landes nicht aus den Augen verlieren und für den Fortbestand der Landwirtschaft sorgen. Die Verringerung der bürokratischen Hindernisse, der Flächenverlust durch Bebauung und Ersatzflächen und der finanzielle Ausgleich müssen in angemessener Weise die Existenzen der Landwirte sichern. Die regionale Vermarktung gehört zu den Abwehrmaßnahmen gegen den ausgeuferten Transport um die ganze Welt. Der Redner zog das Fazit, dass die Landwirtschaft Zukunft hat. Sie ist eine der Zukunftsbranchen des 21. Jahrhunderts, weil sie die Menschen mit Nahrung und regenerativer Energie versorgen kann. Die Strukturen dazu sind im Landkreis vorhanden. Für gute Rahmenbedingungen ist die Politik zuständig. Die Landwirtschaft und die Obst- und Gartenbauvereine sollen in guter Partnerschaft in ihrem Rahmen bei der Lösung der Probleme zusammenarbeiten.

 

Das Schlusswort übernahm der Beisitzer Peter Stief, der sowohl für den aufwühlenden Vortrag als auch der Bereitschaft zur weiteren Verbandsführung dankte. Dieser äußerte sich in der Übergabe des Gärtnermännchens für den Vorgarten.

 

Hartenstein (fm) Freundliche Dörfer und Orte mit viel Blumen und schönen Gärten sind eine gute Visitenkarte für unseren Landstrich. Wesentlich dazu tragen die Gartenbauvereine mit ihren Mitgliedern bei. Deren Kreisverband legte bei der Jahresversammlung Berichte und Rechenschaft vor. Dazu kamen die Neuwahlen der Vorstandschaft, die sich nur in wenigen Positionen veränderte.

 

Die Kreisvorsitzende Luise Keller hatte die Vereine aus dem Altlandkreis Hersbruck in den Gasthof „Burgblick“ eingeladen und hieß deren Vertreter willkommen. Ihr Tätigkeitsbericht wies auf die Zweitagesfahrt nach Venlo/Niederlande mit dem beeindruckenden Besuch der Weltgarten-Espo „Floriade“ hin. Weiter fuhr man zur Landesgartenschau in Bamberg. Beim „Tag der Regionen“ in Happurg war der Obsttrockner im Einsatz. Den modernen Medien hat man sich mit einer Internetseite angepasst und kann hier über die Vorteile von selbstgebautem Obst und Gemüse informieren. Ein reines Vergnügen war auch die Fahrt nach Kehlheim und Abensberg mit dem Hundertwasserturm.

 

Die interne Kreisversammlung hatte im Vorfeld die Wahl der Vorstandschaft zu bewältigen. Die Vorsitzende ließ sich zum Weitermachen überreden, während ihre Stellvertreterin Erika Thäter nicht mehr antrat. Dafür wurde Gudrun Schönhöfer gewonnen. Schatzmeister bleibt Gerhard Müller, Schriftführerin Ulla Schönegger. Als Beisitzer in der erweiterten Vorstandschaft fungieren Waltraud Treutlein, Peter Stief, Hans Pesel, Nadine von Haßl-Geiger, Reinhard Eggerichs und Sonja Prütting. Die Kasse wird wie bisher von Gerold Wahl und Hans Quenzler geprüft. Beim Abschied von Erika Thäter lobte Luise Keller die schöne Zeit und gute Zusammenarbeit und versüßte ihn mit einem Gutschein sowie der Gartenfigur aus dem Verbandslogo. Bei der Gelegenheit stellte sich die neue 2. Vorsitzende gleich vor und versprach gute Mitarbeit.